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Jazz und Zen-Buddhismus werden in der Mythologie der Beat-Generation seit langem in Verbindung gebracht. Dies wird besonders deutlich in den Romanen von Jack Kerouac und in der Dichtung von Gary Snyder. Aber kein uns bekannter bildender Künstler hat diese Elemente so erfolgreich zusammengefügt wie Lisa Lyskava, deren Ausstellung „Jazzing up“ im National Arts Club, 15 Gramercy Park South, bis 13. November zu sehen ist.

Lisa Lyskava, 1949 in Münster in Deutschland geboren, lebt und arbeitet in Deutschland und in New York. Jazzmusik ist ihre Inspiration. Beim Malen ist Jazz ihr ständiger Begleiter. Ihr motorischer Impetus und die Wahl der Farben sind durch die ansteckenden Rhythmen und Melodien dieser Musik inspiriert.

Die Verbindung zwischen der abstrakten expressionistischen Malerei und dem Jazz erklärt sich von selbst: beide kommen zum großen Teil von der Improvisation her. Angefangen hat es in New York in den vierziger und fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Als es zu einem lebhaften Austausch zwischen den sogenannten ‘Actionmalern’ und den Bebop-Musikern kam, obwohl in der Tendenz eher die Musik die Malerei beeinflusste als umgekehrt.

IMAGO

Galerie Im Leuehof, Schneisingen, Schweiz, November 1991
Einführung zur Eröffnung

Gefährliche Bilder
Farben, schmerzhaft zusammengefügt, beunruhigend die Empfindung – ja, betörend, aber kann man (frau) das so machen …
Figuren fesseln den Blick, geben Ihr Geheimnis nicht preis, die Umgebung, das Umfeld der Farben lässt sie ihren Charakter uns anverwandeln – ein bisschen grotesk, sehr sinnlich, niemandem ähnlich, und doch – da keimt Erinnerung auf, da wird etwas typisch, ohne dass sich da eine “Schule” ausmachen ließe.
Doch, das ist vertrackt. Diese Bilder zwingen dazu, sich auf sich selbst einzulassen.

...Ihre Unangestrengtheit, der spannungsreiche Klang der Farben und Formen, die Lockerheit der zeichnerischen Spuren übertragen sich stimulierend auf das Gemüt des Betrachters ...

Gallery The Art Barn, Newport, USA, Oktober 1997
Einführung zur Eröffnung

Lisa Lyskavas Werke sind nicht das Ergebnis farbtheoretischer Exerzitien, sondern Kommentare zum Bild-Betrachter-Verhältnis jenseits der Abbildlichkeit.

Die Arbeiten von Lisa Lyskava sind keine Spiegel von Seelenzuständen, sondern Belege des fortwährenden Bestrebens,
die Welt – mit all ihren Rätseln und beunruhigenden Merkwürdigkeiten – ästhetisch zu ordnen.

SCHÖNER SONNTAG
Ausstellung im Schloss Opherdicke,Unna, Juni bis August 1992
WDR Radio Dortmund, 12.6.1992

… Wenn Farben Feste feiern können, hier tun sie es in den Bildern von Lisa Lyskava. In den weiten, hellen Räumen im ersten Stock des Museums ist zur Zeit der Teufel los:
Platsch – da hat sich doch ein ausgelassenes Violett auf der großen Leinwand breit gemacht und schießt nun von unten geradewegs in Richtung Bildmitte. Ihre Farbrivalen Orange und Gelb kommen da kaum mit – ärgern sich erst grün, dann blau und lümmeln sich schließlich versprenkelt in der Umgebung herum. Aber – huch – wer ist denn das – ein tiefes, dick aufgetragenes Dunkelblau hat sich da von rechts an das aufstrebende Violett herangemacht – und, kaum haben sich die zwei berührt, sind sie auch schon feuerrot füreinander entbrannt. Wer hätte das gedacht, ganz entgegen der

BILDER ZWISCHEN TIEFE UND KLANG
Zur Malerei Lisa Lyskavas
Es ist unmöglich, über die Bilder Lisa Lyskavas zu schreiben, ohne sich auch zur Person der Künstlerin zu äußern, und eben hier bedarf es der Selbstdisziplin, will man sich nicht in Ausführlichkeiten verlieren. Lisa Lyskava steckt voller Ideen und voller Tatendrang. Der Blick auf ihre Vita lässt erahnen, welche Faszination das Phänomen des Neuen für sie hat, das es zu entdecken gilt. Da sind das geschriebene Wort und die Musik, das Theater und das bewegte Bild des Films, und da ist schließlich die Malerei.

ALLES FLIESST

Ausstellung Stadtwerke Witten, Juni bis August 2001
Einführung zur Eröffnung

Stefan Skowron, Kunsthistoriker

Vor den Bildern Lisa Lyskavas. Gingen wir nur davon aus, was wir sehen, müssten
wir von ungeheuren Stürmen sprechen, die über die Leinwände toben; müssten von Wolkentürmen aus Rot und Blau sprechen,

Das Malen ist für mich ein Zustand der Reflexion über das menschliche Dasein.
Der kreative Prozess – eine Reise mit unbekanntem Ausgang. Der Beginn: eine Farbe, eine Farbbahn, die der Leinwand eine Spur meines Weges einprägen. Hier kondensieren Farben und Formen, die dann selbst zum Ausgangspunkt einer nächsten Phase der Bildentstehung werden. Dies ist die formale Seite des kreativen Prozesses, der sich, geleitet durch meine thematischen Vorgaben, entwickelt: Die Auseinandersetzung mit Zeit, Bewusstsein, Erinnerung und gesellschaftlicher Realität.

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